Ein Verdacht, den kaum jemand zuerst hat.

Wenn Haare stumpf wirken oder sich schwer kämmen lassen, suchen wir die Ursache meist bei uns selbst: das falsche Shampoo, zu viel Föhnen, zu wenig Pflege. Das Leitungswasser, mit dem wir die Haare jeden Tag auswaschen, kommt in dieser Suche selten vor.

Dabei gibt es dazu tatsächlich Forschung. Das Ergebnis ist allerdings weniger eindeutig, als es manche Ratgeber im Internet darstellen. Genau deshalb schauen wir uns hier zwei Studien nacheinander an.

Studie 1: Hartes Wasser, schwächere Haare.

Ein Team um Muhammad Waqas Luqman untersuchte 2018 im International Journal of Trichology, ob hartes Wasser die Festigkeit von Haaren verändert. Die Haare von 70 Männern wurden in drei Gruppen geteilt: unbehandelt, mit deionisiertem Wasser behandelt und mit hartem Wasser behandelt (486,7 mg/l Calciumcarbonat, das entspricht umgerechnet rund 27 °dH, also sehr hartem Wasser).

Das Ergebnis: Die Haare, die mit hartem Wasser behandelt wurden, rissen bei geringerer Belastung. Die Reißfestigkeit lag bei 234,16, gegenüber 254,84 bei deionisiertem Wasser und 255,49 bei unbehandelten Haaren. Das sind rund 8 Prozent weniger, statistisch signifikant (p = 0,001). Die Autoren schlossen daraus, dass hartes Wasser die Haarfestigkeit senkt und Haarbruch begünstigen kann.

Studie 2: Kein Unterschied festgestellt.

Schon 2013 kam eine andere Untersuchung im selben Journal zu einem anderen Ergebnis. Bei 15 Frauen wurden Haarsträhnen 30 Tage lang abwechselnd in hartem Wasser (212,5 ppm Calciumcarbonat, umgerechnet rund 12 °dH) und in destilliertem Wasser eingetaucht. Reißfestigkeit und Elastizität unterschieden sich nicht messbar (p = 0,858 bzw. p = 0,874). Die Autoren halten fest, dass höhere Härte oder längere Einwirkung das Ergebnis verändern könnten.

Was sich daraus ehrlich ableiten lässt.

Beide Studien sind Laborversuche an Haarsträhnen, keine Langzeitbeobachtung im Alltag, und sie haben bei unterschiedlich hartem Wasser gemessen. Ein Widerspruch ist das nicht unbedingt: Die Studie mit dem deutlich härteren Wasser fand einen Effekt, die mit mäßig hartem Wasser nicht. Beweisen können wir das aus zwei Studien aber nicht.

Ein Punkt ist uns wichtig: Keine der beiden Studien hat Glanz gemessen. Dass Haare durch Kalk matter wirken, ist eine verbreitete Beobachtung, aber hier nicht belegt. Wer das behauptet, geht über die Studienlage hinaus, und das tun wir nicht.

Was du tun kannst, ohne zu viel zu erwarten.

Genau hier setzt TESL® II an: Das System wandelt Kalk physikalisch in eine nicht haftende Form um, ohne Chemie und ohne Salz, während Calcium und Magnesium im Wasser erhalten bleiben. Wir versprechen damit keine schöneren Haare, denn das hat bisher keine Studie gezeigt. Wir sagen aber offen, was das Gerät tut: Es reduziert die Kalkbelastung im Warmwasser auf physikalischem Weg.

Quellen

  1. Luqman, M. W. et al.: To Evaluate and Compare Changes in Baseline Strength of Hairs after Treating them with Deionized Water and Hard Water and its Role in Hair Breakage, International Journal of Trichology 2018;10(3). PubMed Central
  2. Srinivasan, G. et al.: Effects of Hard Water on Hair, International Journal of Trichology 2013. PubMed Central

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