Das Gefühl, gegen einen Kreislauf zu putzen.
Fast jeder kennt es: Man macht sich die Mühe, entkalkt die Armatur, wischt die Fliesen und freut sich über das Ergebnis. Zwei, drei Tage später zeichnen sich die weißen Ränder schon wieder ab. Das ist frustrierend, weil es sich anfühlt, als würde man etwas falsch machen.
Man macht aber nichts falsch. Putzen und Entkalken entfernen den Kalk, der schon da ist. Es ändert nichts daran, was beim nächsten Tropfen Wasser passiert.
Woher der Kalk überhaupt kommt.
Der Kalk in deinem Wasser ist kein Schmutz, sondern Natur. Regenwasser nimmt auf dem Weg durch Boden und Gestein Kohlendioxid auf und löst damit Calcium aus dem Kalkgestein. Als gelöstes Calciumhydrogencarbonat gelangt es ins Grundwasser und schließlich in deine Leitung. Je mehr Kalkgestein auf dem Weg liegt, desto härter ist das Wasser.
Gelöst ist der Kalk unsichtbar. Er wird erst sichtbar, wenn sich die Bedingungen ändern.
Warum er auf der Armatur bleibt.
Wird das Wasser erwärmt oder verdunstet es, entweicht Kohlendioxid, und das gelöste Calciumhydrogencarbonat fällt als unlösliches Calciumcarbonat aus, also als Kalk. Genau das passiert im Wasserkocher, im Boiler und an jedem Tropfen, der auf der Armatur oder der Duschwand eintrocknet. Zurück bleibt der weiße Rand.
Solange hartes Wasser durch die Leitung kommt, entsteht dieser Kalk also immer wieder neu. Beim Putzen bekämpfst du das Ergebnis, nicht die Quelle.
Was Kalk im Warmwasser außerdem tut.
Das Ausfallen passiert nicht nur dort, wo wir es sehen. Auch an Heizelementen setzt sich Calciumcarbonat ab. Eine Untersuchung des Politecnico di Torino (Pezzin et al., 2013) weist darauf hin, dass Calciumcarbonat Wärme sehr schlecht leitet und eine solche Schicht auf einem Heizelement die Wärmeübertragung verschlechtert. Für eine 2 mm dicke Schicht in einer Waschmaschine bei 60 °C rechneten die Autoren mit einem höheren Energiebedarf.
Was an der Ursache ansetzt, und was nicht.
- Regelmäßig entkalken hilft gegen vorhandenen Kalk, hält aber nicht an, solange hartes Wasser nachläuft.
- Wasserhärte kennen: Dein Wasserversorger nennt dir die Härte. Das zeigt, wie stark du mit dem Kreislauf rechnen musst.
- Die Kalkbelastung im Warmwasser selbst reduzieren, statt nur die Folgen zu putzen.
Dafür gibt es klassische Enthärter, die Calcium und Magnesium über Salz aus dem Wasser entfernen. TESL® II geht einen anderen Weg: Es wandelt den Kalk physikalisch um, sodass er in der Schwebe bleibt und nicht haftet, ohne Chemie, ohne Salz und ohne dass die Mineralien aus dem Wasser verschwinden. Einsatzbereich ist die Warmwasser- und Trinkwasser-Installation.
Ein dokumentierter Praxisversuch dazu: Im Heeresausbildungsgebäude Wattener Lizum (1993, Wasserhärte 42 °dH) bildeten sich nach dem Einbau von TESL® II vorhandene Kalkablagerungen in den Boilern zurück. Statt rund 3 Schubkarren Kalk pro Jahr fand man bei der Probeentnahme nur noch etwa 1 Kilogramm Schlamm. Das ist ein Herstellerversuch, die Fotos und Messwerte findest du auf unserer Studien-Seite.
Quellen
- Wikipedia: Wasserhärte (Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, Ausfällen von Calciumcarbonat beim Erhitzen). de.wikipedia.org
- Pezzin, A., Giansetti, M., Ferri, A.: Influence of Limescale on Heating Elements Efficiency, Politecnico di Torino, 2013. comsol.com
- Eco Stolz: Studie 1, Wattener Lizum 1993 (Herstellerversuch). eco-stolz.com/studien
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